{"id":680,"date":"2010-09-07T14:29:24","date_gmt":"2010-09-07T12:29:24","guid":{"rendered":"http:\/\/taekwondo-oberndorf.at\/news\/?page_id=680"},"modified":"2011-07-18T13:58:08","modified_gmt":"2011-07-18T11:58:08","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/taekwondo-oberndorf.at\/news\/taekwondo\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte und Entwicklung"},"content":{"rendered":"<p>\n  <a href=\"?page_id=617\">Taekwondo<\/a> <\/p>\n<p>  <a href=\"?page_id=683\">Die 2 Weltverb&auml;nde<\/a> <\/p>\n<p><a href=\"?page_id=685\">Pr&uuml;fungsmaterialen<\/a><\/p>\n<hr>\n<p>Wie in vielen L&auml;ndern, aus denen Kampfsportarten hervorgegangen sind,<br \/>\n  gibt es auch in Korea eine Jahrhunderte alte Tradition an Kampfk&uuml;nsten.<br \/>\n  Ob zwischen diesen und Taekwondo eine direkte Beziehung besteht, ist unklar.<br \/>\n  Jedoch gilt als sicher, dass in Korea bereits vor dem 1. Jahrhundert nach Christus<br \/>\n  waffenlose Kampfk&uuml;nste praktiziert wurden. Einige Grab-Wandmalereien im<br \/>\n  Norden Koreas, die auf das 1. Jahrhundert vor Christus datiert wurden, stellen<br \/>\n  Personen dar, die Techniken praktizieren, welche durchaus &Auml;hnlichkeit mit<br \/>\n  noch heute &uuml;blichen Taekwondo-Techniken haben. Einige Quellen sprechen<br \/>\n  sogar davon, dass es Taekwondo bzw. die Vorl&auml;ufer dieser Kampfsportart<br \/>\n  schon zur Zeit der Gr&uuml;ndung Koreas im Jahre 2333 v. Chr. gegeben haben<br \/>\n  soll. Doch dieses Datum ist eher im Zusammenhang mit der Diskussion um die &quot;Urheberschaft<br \/>\n  der waffenlosen Kampfkunst&quot; zu sehen, eine schon seit Jahrzehnten schwelende<br \/>\n  Auseinandersetzung zwischen China, Japan, Indien und Korea.<\/p>\n<hr>\n<p><font size=\"+2\"><strong>Ursprung der koreanischen Kampfk&uuml;nste<\/strong><\/font><\/p>\n<p>Bis ins 7. Jahrhundert nach Christus bestand Korea aus drei K&ouml;nigreichen:<br \/>\n  der Koguryo-Dynastie im Norden, dem gr&ouml;&szlig;ten der drei Reiche, dem<br \/>\n  westlichen K&ouml;nigreich der Baekje-Dynastie sowie dem kleinsten Reich im<br \/>\n  S&uuml;dosten, der Silla-Dynastie. Zwischen allen drei Reichen gab es neben<br \/>\n  vereinzelten Vereinigungsbestrebungen auch immer wieder Konflikte. Insbesondere<br \/>\n  das kleine Silla war st&auml;ndigen &Uuml;bergriffen der Nachbarreiche ausgesetzt<br \/>\n  und f&uuml;rchtete, von den gr&ouml;&szlig;eren Nachbarn Koguryo und Baekje<br \/>\n  geschluckt zu werden. Um der drohenden Gefahr zu begegnen, bildete sich im Laufe<br \/>\n  der Zeit eine Art Miliz, die vor allem auf die Traditionen der waffenlosen Kampfk&uuml;nste<br \/>\n  zur&uuml;ckgriff und diese unter dem Namen Soo-Bak (sp&auml;ter Taekkyon) weiter<br \/>\n  ausbaute.<\/p>\n<hr>\n<p><strong><font size=\"+1\">Entwicklung 7. bis 19. Jahrhundert<\/font><\/strong><\/p>\n<p>Im Jahre 668 schlie&szlig;lich gelang es Kim-Yu Sin aus der Silla-Dynastie,<br \/>\n  die drei Reiche mit der Unterst&uuml;tzung Chinas zu vereinen. 935 kam es zum<br \/>\n  Umsturz. Es wurde ein neues K&ouml;nigreich namens Goryeo gegr&uuml;ndet, aus<br \/>\n  dessen Name sich sp&auml;ter der Name Koreas entwickelte. Zur Zeit der Goryeo-Dynastie<br \/>\n  wurde die waffenlose Kampfkunst besonders gef&ouml;rdert und erreichte unter<br \/>\n  K&ouml;nig Chung Hae auch seinen (vorl&auml;ufigen) H&ouml;hepunkt. In den folgenden<br \/>\n  Jahrhunderten der Yi-Dynastie allerdings verloren die waffenlosen Kampfk&uuml;nste<br \/>\n  mehr und mehr an Bedeutung. Alles, was mit dem Milit&auml;rwesen oder dem Kriegswesen<br \/>\n  zu tun hatte, wurde gesellschaftlich abgewertet zugunsten anderer kultureller<br \/>\n  Errungenschaften. Vor allem waren hierf&uuml;r religi&ouml;se Gr&uuml;nde verantwortlich,<br \/>\n  da der &#8211; alles kriegerische ablehnende &#8211; Konfuzianismus den Buddhismus<br \/>\n  als Staatsreligion Koreas abgel&ouml;st hatte. So wurden bis ins 20. Jahrhundert<br \/>\n  die Kampfk&uuml;nste in Korea kaum oder nur sehr versteckt weiterentwickelt.<br \/>\n  Unter der zwischenzeitlichen Herrschaft der Mongolen (1231-1392) wurde sogar<br \/>\n  die Aus&uuml;bung koreanischer Kampfkunst ganz verboten, sie konnte nur im Untergrund<br \/>\n  von einigen wenigen Meistern gepflegt und weitergegeben werden.<\/p>\n<hr>\n<p><strong><font size=\"+1\">Entstehung und Entwicklung von Taekwondo im 20. Jahrhundert<\/font><\/strong>\n<\/p>\n<p>Nach der Yi-Dynastie wurde Korea 1910 von Japan annektiert. Alles, was Kultur<br \/>\n  und Geschichte Koreas ausgemacht hatte, wurde systematisch unterdr&uuml;ckt<br \/>\n  und verboten. Junge Koreaner lernten daher eher japanische Sportarten wie Jujutsu,<br \/>\n  Kendo, Judo, Karate oder Sumo. Einen besonderen Stellenwert hatte dabei Choi<br \/>\n  Hong Hi. Einige Quellen sprechen davon, er sei bereits als junger Mensch mit<br \/>\n  der koreanischen Kampfkunst Taekkyon in Ber&uuml;hrung gekommen, andere zweifeln<br \/>\n  dies allerdings an. Als sicher gilt jedenfalls, dass er am Anfang seiner Milit&auml;rzeit<br \/>\n  in Japan das aus Okinawa stammende Karate gelernt hatte, was er sp&auml;ter<br \/>\n  weiter praktizierte. Nach der Unabh&auml;ngigkeit Koreas im Jahr 1945 trat er<br \/>\n  dem koreanischen Milit&auml;r bei. Im Verlaufe seiner steilen milit&auml;rischen<br \/>\n  Karriere entwickelte er die gelernten Praktiken weiter, optimierte sie nach<br \/>\n  seinen Vorstellungen und unterrichtete seine unterstellten Soldaten mit gro&szlig;em<br \/>\n  Erfolg darin. 1948 erfolgte die Teilung Koreas in S&uuml;dkorea und Nordkorea.<br \/>\n  1954 wurde Choi Hong Hi, mittlerweile zum General aufgestiegen, vom s&uuml;dkoreanischen<br \/>\n  Pr&auml;sidenten Syngman Rhee beauftragt, die diversen Kampfk&uuml;nste zusammenzufassen<br \/>\n  und daraus einen koreanischen Nationalsport zu entwickeln: das urspr&uuml;ngliche<br \/>\n  Taekwondo entstand.<\/p>\n<p>Heute geht man davon aus, dass sich Taekwondo (welches zun&auml;chst Tang-Su-Do<br \/>\n  = Kara-Te-Do = China-Hand-Weg genannt wurde) durch den wesentlichen Einfluss<br \/>\n  von Choi Hong Hi wahrscheinlich aus dem Karate entwickelte, welches selbst wiederum<br \/>\n  aus dem T&ocirc;de (stammend aus der zu Japan geh&ouml;renden Insel Okinawa)<br \/>\n  entstand. Dieses wiederum soll aus einer Mischung des okinawanischen &quot;Te&quot;<br \/>\n  und dem Kung Fu hervorgegangen sein.<\/p>\n<p>Die fr&uuml;here Version, Taekwondo stamme vom Taekkyon ab, ist mittlerweile<br \/>\n  eindeutig widerlegt. Allerdings wird diese Geschichtsversion von den beiden<br \/>\n  koreanischen Weltverb&auml;nden WTF und ITF immer noch aufrecht erhalten, da<br \/>\n  man vermutlich aus Nationalstolz die geschichtlichen Verbindungen zu Japan nicht<br \/>\n  zugeben m&ouml;chte.<\/p>\n<hr>\n<p>Taekwondo wurde offiziell am 11. April 1955 von Meistern der wichtigsten Kampfsportschulen<br \/>\n  S&uuml;dkoreas begr&uuml;ndet, allerdings zun&auml;chst unter dem Namen Tae<br \/>\n  Soo Do. Obwohl nicht jede Stilrichtung wie Soo Bak Do (vgl. Subak) oder Tang<br \/>\n  Soo Do in die neue Organisation eintrat, hatte sie die offizielle Unterst&uuml;tzung<br \/>\n  der Regierung S&uuml;dkoreas. Der Name Taekwon-Do wurde vorl&auml;ufig nur beim<br \/>\n  Milit&auml;r benutzt, wo die neue Kampfkunst von da an zum Pflichtausbildungsprogramm<br \/>\n  geh&ouml;rte.<\/p>\n<p>Der uspr&uuml;ngliche Name Tae Soo Do wurde 1959 von einer Arbeitsgruppe auf<br \/>\n  Vorschlag von General Choi Hong Hi in &quot;Taekwon-Do&quot; ge&auml;ndert.<br \/>\n  Gleichzeitig wurde an der Gr&uuml;ndung einer eigenst&auml;ndigen koreanischen<br \/>\n  Dachorganisation gearbeitet, und so entstand 1961 die Korean Taekwon-Do Association<br \/>\n  (KTA).<\/p>\n<p>Die weltweite Verbreitung wurde durch den Koreakrieg angesto&szlig;en, da dort<br \/>\n  viele UN-Soldaten insbesondere aus den USA mit der koreanischen Sportart in<br \/>\n  Kontakt kamen und sich begeistert zeigten. Daraufhin beauftragte 1959 die s&uuml;dkoreanische<br \/>\n  Regierung Choi Hong Hi mit der Bildung eines Demonstrationsteams, das aus einer<br \/>\n  Reihe von Gro&szlig;meistern bestand. Damit bereiste er in den folgenden Jahren<br \/>\n  mit immer neu zusammengestellten Teams Amerika, Europa, den nahen und den mittleren<br \/>\n  Osten, und viele Mitglieder dieser Teams blieben anschlie&szlig;end in den besuchten<br \/>\n  L&auml;ndern, um TKD zu verbreiten und neue Landesverb&auml;nde zu gr&uuml;nden.<br \/>\n  So kam Taekwondo 1965 nach Deutschland und f&uuml;hrte 1967 zur Gr&uuml;ndung<br \/>\n  des Deutschen Taekwondo-Verbandes mit Ausrichtung der 1. Deutschen Taekwondo-Meisterschaft.<\/p>\n<hr>\n<p>Am 22. M&auml;rz 1966 wurde mit den Gr&uuml;ndungsl&auml;ndern Arabien, Deutschland,<br \/>\n  Italien, Korea, Malaysia, Singapur, T&uuml;rkei, USA und Vietnam die International<br \/>\n  Taekwon-Do Federation (ITF) in Seoul gegr&uuml;ndet. Als Pr&auml;sident wurde<br \/>\n  Choi Hong Hi gew&auml;hlt, der kurz zuvor die Schaffung seiner ersten zwanzig<br \/>\n  Hyongs (Formenl&auml;ufe) vollendet hatte.<\/p>\n<p>1972 musste Choi Hong Hi wegen innenpolitischer Streitigkeiten S&uuml;dkorea<br \/>\n  verlassen. Er verlegte den Sitz der ITF nach Toronto in Kanada und begann die<br \/>\n  Reform seines Taekwon-Do. Als Folge davon wurde am 28. Mai 1973 von der s&uuml;dkoreanischen<br \/>\n  Regierung die World Taekwondo Federation (WTF) mit Sitz in Seoul gegr&uuml;ndet,<br \/>\n  die den Namen Taekwon-Do in Taekwondo und die Formenl&auml;ufe von Hyong auf<br \/>\n  TaeGuk\/Poomse umgestellte und in aller Welt verbreitete. Beide Weltverb&auml;nde<br \/>\n  entwickelten sich von da an getrennt weiter und ver&auml;nderten &quot;ihre&quot;<br \/>\n  Sportart, um sich vom anderen Verband abzugrenzen (siehe nachfolgender Abschnitt<br \/>\n  &quot;Verb&auml;nde und Organisationen&quot;).<\/p>\n<p>1980 wurde die WTF als Weltfachverband Taekwondo vom IOC anerkannt. Bei den<br \/>\n  Olympischen Spielen 1988 in S&uuml;dkorea wurde das WTF-Taekwondo erstmals Demonstrationswettbewerb<br \/>\n  und im Jahr 2000 in Sydney als vollwertige olympische Disziplin aufgenommen.<\/p>\n<hr>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Taekwondo Die 2 Weltverb&auml;nde Pr&uuml;fungsmaterialen Wie in vielen L&auml;ndern, aus denen Kampfsportarten hervorgegangen sind, gibt es auch in Korea eine Jahrhunderte alte Tradition an Kampfk&uuml;nsten. Ob zwischen diesen und Taekwondo eine direkte Beziehung besteht, ist unklar. Jedoch gilt als sicher, dass in Korea bereits vor dem 1. 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